Von der Versicherungsgruppe Hanse Merkur war zu hören, dass in naher Zukunft einige größere Zukäufe geplant seien. Von Seiten der Gruppe wird von einem enormen Wachstum im Bereich der Sachversicherung und Altersvorsorge ausgegangen. Im Unternehmen wird die Struktur umgebaut und es soll so Raum für eventuelle Zukäufe geschaffen werden. Auch soll bis Ende August eine Überführung der Merkur Krankenversicherung in eine Aktiengesellschaft abgeschlossen sein. Diese kann dann in die Holding eingegliedert werden.
Der so genannte Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, kurz VVaG, soll allerdings auch dann noch ganz vorne an erster Stelle stehen. Horst Melsheimer ist der Vorstandsvorsitzende der Versicherungsgruppe und er meint, dass durch diese Schritte der Wert der Holding auf 400 bis 500 Millionen Euro anwachsen wird. Aktuell wird die Holding auf einen Wert von 100 Millionen Euro geschätzt.
Er sagt, dass dadurch sehr viel Spielraum für eine Erweiterung geschaffen wurde. Dadurch dass das Vermögen im Unternehmen aktiviert wird, kommt es auch zu einem Zuwachs an Flexibilität und das Unternehmen ist auch für die Zukunft gewappnet. Auch sind diese Schritte notwendig, weil sich im Bereich der Versicherungen einiges bewegt und auch verändert hat in den letzten Jahren.
Auf die Beschäftigten bei Hanse Merkur kommen dabei keinerlei Veränderungen zu und sie sind auch bereits informiert worden. Für Kunden, die beim Unternehmen krankenversichert sind wird sich auch nichts Nachteiliges daraus ergeben. Es heißt, dass die Umstellung nur Vorteile mit sich bringe und das Beste aus zwei unterschiedlichen Welten herausgepickt werden könne. Zu den Erweiterungen im unternehmerischen und finanziellen Bereich kommt auch noch ein Vertrag hinzu, der zwischen dem Verein und der Holding abgeschlossen wird. Dieser dient dazu, dass die Unabhängigkeit der Gruppe sichergestellt wird. Ein Inhaltspunkt des Vertrags ist dabei beispielsweise, dass der Verein über einen Zeitraum von 30 Jahren eine Mehrheit von Stimmrechten an der Holding behalten muss. Somit soll auch die Souveränität des Vereins gewährleistet werden.