Apotheker helfen Kassen beim Sparen

Wie es heißt wollen die Apotheken nun auch die Krankenkassen bei ihrem Sparkurs unterstützen. Es gab Pläne der Ortskrankenkassen, die mit Pharmafirmen Rabattverträge in Millionenhöhe abschließen wollten und diese sind durch einen Gerichtsbeschluss auf Eis gelegt worden.
Das hat die Apotheker nun auf den Plan gerufen und sie wollen mit einem etwas älteren Modell beim Sparen helfen. Abda ist die Apothekervereinigung und aus internen Quellen geht hervor, dass mit dem Modell der Apotheken jedes Jahr bei den Krankenkassen bis zu 400 Millionen Euro an Kosten für Medikamente eingespart werden könnten. Mittels der Rabattverträge wären die Einsparungen bei der AOK allerdings noch einmal um 100 Millionen höher ausgefallen. Das liegt auch am Marktanteil von 40 Prozent der AOK. Zeitnah wollen sich deshalb auch Spitzenvertreter von Ortskassen und des Apothekerverbandes treffen und Lösungsvorschläge diskutieren. Bei der AOK herrscht eine große Skepsis, dass mit dem Modell der AOK diese Summen eingespart werden könnten. Ein Vizevorritzender der AOK in Baden-Württemberg meinte, dass schon die Einsparung der Hälfte, des genannten Betrages, ein großer Erfolg wäre. Er war auch involviert in die bundesweiten Verhandlungen mit der AOK.

Gekippt worden ist das Verfahren dann ja letztlich vor dem Landessozialgericht in Stuttgart und als Begründung wurde angegeben, dass diese so genannten Rabattverträge nicht im gesamten Bundesgebiet ausgeschrieben worden sind. Dies habe dann dazu geführt, dass kleinere Hersteller benachteiligt worden sind. Jedenfalls soll es beim Einsparungsmodell der Apotheken darum gehen, dass eine Bezahlung nach der Menge von abgegeben Packungen erfolgt.

Der Arzt verschreibt seinem Patienten einen Wirkstoff und der Apotheke hat dann eine breite Palette von Produkten, wo ein passendes Präparat ausgesucht werden kann. Zudem verpflichtet sich dabei ein Apotheker auch, dass er zwischen den Präparaten mit gleichem Wirkstoff das wählt, wo der Durchschnittspreis am niedrigsten liegt. Von Seiten der Apotheker ist dabei auch nicht mit Profit zu rechnen, weil diese ja nach einer Menge von abgegebenen Packungen bezahlt werden.

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