Am Montag begannen in Berlin die 26-stündigen Anhörungen des Bundestagsausschusses zur Gesundheitsreform. Können noch Änderungen an der umstrittenen Reform vorgenommen werden? Die Teilnehmer sind gespaltener Meinung. So sei z. B. die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Martina Bunge (Linksfraktion) optimistisch, dass die Anhörungen den Weg für Änderungen am Gesetzentwurf ebnen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler, ist diesbezüglich unzuversichtlich: “Es ist nicht zu erwarten, dass in der Tendenz zu mehr Staatsmedizin noch etwas verändert wird.”
Bei der heutigen Anhörung sollten 54 Verbände zu Wort kommen. Insgesamt sollen rund hundert Verbände in voraussichtlich sieben öffentlichen Sitzungen zu Wort kommen. Am Mittwoch steht der Streitfall private Krankenversicherung auf der Tagesordnung. Desweiteren sind Anhörungen am 13. und 14. November geplant.