Die Zusatzbeiträge bei den gesetzlichen Krankenversicherungen sind in aller Munde. Doch auch die privaten Krankenversicherer müssen ihre Beiträge erhöhen. Auch sie werden von den Kostensteigerungen für medizinische Leistungen und von den immer höheren Preisen für Arzneimittel nicht verschont. Eine Kündigung und der Wechsel zu einem neuen Anbieter kann Vorteile bringen, muss aber nicht die einzige Antwort auf Beitragserhöhungen sein.
Jede private Krankenversicherung hat verschiedene Tarife. Also kann auch ein Tarifwechsel eine effektive Möglichkeit zum Einsparen von Kosten sein. Natürlich muss man sich vorher genau erkundigen und beraten lassen. Denn billiger ist ja nicht unbedingt besser. Auch sind die verschiedenen Tarife oft sehr komplex, so dass man sich ohne professionelle Hilfe in diesem Dschungel nicht zurechtfindet. Die Bedürfnisse und die Absicherungswünsche des Versicherten müssen natürlich weiterhin im Mittelpunkt stehen. Deshalb ist es bei einem geplanten Tarifwechsel sehr angebracht, Kontakt mit der Versicherung aufzunehmen. In einem Beratungsgespräch ist es immer möglich, die Möglichkeiten genau auszuloten und eine Lösung zu finden.
Baukasten spart Geld
Doch auch ein radikaler Tarifwechsel muss nicht immer das Mittel der Wahl sein. Es ist möglich, sich einen individuellen Tarif selbst zusammenzubauen. Die Stiftung Warentest hat in der Januarausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ auf das Baukastensystem der privaten Krankenversicherung verwiesen. „Je nachdem, welche Tarifbausteine der Kunde vorher hatte und was er nun wählt, kann ein Wechsel weit mehr als 100 Euro im Monat bringen.“ Denn es sind sicher nicht alle Leistungen für alle Versicherten gleich wichtig. Vielleicht ist die Chefarztbehandlung kein unbedingtes Muss, oder auch homöopathische Mittel mögen für den einen oder anderen keine große Bedeutung haben. Setzt man also Prioritäten und konzentriert sich auf nötige und bevorzugte Leistungen, so ist ein Einspareffekt sicher möglich.
Achtung vorm Kaputtsparen
Doch ist wie bei allen anderen wichtigen Dingen des Lebens auch Vorsicht angebracht. Sparen am falschen Ende oder mit fehlender Weitsicht hat schon so manchem ein böses Erwachen bereitet. Eine allzu abgespeckte und ausgedünnte Krankenversicherung kann kein wirksamer Schutz mehr. Wichtige Leistungen müssen erhalten bleiben. Denn wenn man dann im Fall des Falles große Summen selber aufbringen muss, so wird die Ersparnis ad absurdum geführt. Denn eine derartige Situation ist teurer als es eine Beitragserhöhung jemals sein könnte.