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Mehr Kassenpatienten wechseln in private Krankenversicherung

Posted by alberto On April - 8 - 2010

Die Versichertenzahlen der privaten Krankenversicherung steigen weiter an. Vor allem entschließen sich viele gesetzlich Versicherte für eine private Krankenversicherung. Einen besonderen Zuwachs an Mitgliederzahlen konnte die Central Krankenversicherung AG im Jahr 2009 vorweisen.

Etwa 48.000 Personen wechselten im vergangenen Jahr zu Central Krankenversicherung. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Mitgliederzuwachs um 10,6 Prozent gestiegen. Das Unternehmen betreut rund 1,8 Millionen Versicherte. Etwa ein Drittel davon hat eine private Vollversicherung.

2008 betrug die Zahl der Versicherten in der PKV 8,64 Millionen. Ein Jahr später, 2009, ließen sich 8,81 Millionen Menschen voll privat krankenversichern. Das ist ein Anstieg um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Angst vor Krankenkassen-Zusatzbeiträgen

Bei der Central Krankenversicherung AG waren 2009 82 Prozent der Neuzugänge ehemals gesetzlich versicherte Menschen. Der Vorstandsvorsitzende der Central, Dr. Joachim von Rieth, sieht die Ursache zum Einen in den Leistungen des Unternehmens, zum Anderen aber in dem eingeführten Gesundheitsfonds und der damit verbundenen Angst vor Zusatzbeiträgen und Kürzungen der Leistungen.

Auch der Verband der privaten Krankenversicherung recherchierte über den Wechsel zwischen PKV und GKV. Dazu stellte der Verband im November 2009 die Zahlen von 2007 denen von 2008 gegenüber. 2007 waren 233.700 Menschen von der GKV zur PKV übergetreten, 2008 waren es 244.900 Versicherte.

Zusatzversicherungen

Die private Central Krankenversicherung AG konnte 2009 allerdings noch weitere Erfolge erzielen. Die Zusatzversicherung des Unternehmens konnte ebenfalls Mitglieder gewinnen. Die Zahl der Versicherten stieg hier um 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Inzwischen sind bei der Central Krankenversicherung AG rund 1.297.500 Mitglieder im Rahmen der Zusatzversicherung versichert.

Drei-Jahres-Regelung

Die privaten Krankenversicherungen dürften auch 2010 von einer steigenden Zahl von Wechselwilligen aus der gesetzlichen Krankenversicherung profitieren. Hauptgrund dürfte der erstmalige Ablauf der der Drei-Jahres-Regelung seit deren Einführung im Jahr 2007 sein. Demnach dürfen Angestellte nur noch in die Private wechseln, wenn sie die Versicherungspflichtgrenze in drei aufeinander folgenden Jahren überschreiten. Die Verunsicherung durch den Gesundheitsfonds und Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen tun ihr übriges.

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