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Alles zur privaten Krankenversicherung!

Aufgrund der geplanten Beitragserhöhung der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) im kommenden Jahr gewinnt die private Krankenversicherung (PKV) an Attraktivität. Die PKV wird damit vor allem für freiwillig Versicherte wieder eine attraktive Alternative. Ein höheres Leistungsangebot und individuelle Tarife locken gesetzlich Versicherte.

Beitragserhöhung der Krankenkassen

Die Bundesregierung veröffentlichte jetzt ihren Entwurf zur künftigen Gesundheitsreform, in dem festgelegt ist, dass der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen ab 2011 um 0,6 auf dann 15,5 Prozent ansteigen wird. Die Beitragssteigerung geht zu je 0,3 Prozent zulasten von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Für die Arbeitgeber soll es allerdings die letzte Beitragserhöhung gewesen sein: Der Arbeitgeberanteil ist fortan auf 7,3 Prozent fixiert. Arbeitnehmer müssen künftige Kostensteigerungen also allein tragen. Außerdem soll der Zusatzbeitrag, unabhängig vom Einkommen des Versicherten gestaltet werden.

Stabilität und Leistungen locken

Daher könnten viele Betroffene erwägen, der privaten Krankenversicherung beizutreten. Die verschiedenen Anbieter locken mit günstigen Beiträgen und einem umfangreicheren Leistungskatalog mit vielen frei wählbaren Optionen, wie der Übernahme der Kosten von Zahnbehandlungen, Homöopathie und Chefarztbehandlung. Ein unkomplizierter Rechner für die private Krankenversicherung zeigt günstige Tarife und umfangreiche Leistungspakete für jeden Berufsstand.

Die Aussichten für die gesetzlichen Krankenkassen für die nächsten Jahre sind vor allem durch Defizite und damit verbundene Kostensteigerungen geprägt. Darum gilt die private Krankenversicherung mit dem kapitalgedeckten System als stabiler und fähiger, die steigenden Gesundheitskosten decken zu können. In verschiedenen Analysen der Anbieter privater Krankenversicherungen wurden diese unter anderem auf Service und Leistung, aber auch auf das Preis-Leistungs-Verhältnis geprüft.

Wechsel in die private Krankenversicherung

Jährlich wechseln etwa 200.000 bis 300.000 Menschen von der GKV zur PKV. Dennoch kann nicht jeder diesen Wechsel vornehmen. Möglich ist dies für freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versicherte Angestellte. Dazu gehören Arbeitnehmer, die ein jährliches Brutto-Einkommen von über 49.950 Euro seit mindestens drei Jahren verdienen, aber auch Selbstständige und Beamte können in die private Krankenversicherung eintreten, unabhängig vom Einkommen. Diejenigen, die diese Kriterien nicht erfüllen, können lediglich private Zusatzpolicen buchen. Mit einem Wechsel umgehen die Versicherten die gesetzlichen Gesundheitsreformen und die damit verbundenen Beitragserhöhungen.

Trotzdem sollten sich potentielle Wechsler vorher genau überlegen, ob ein Wechsel sinnvoll ist. Denn der Beitragssatz der privaten Krankenversicherung wird individuell, abhängig von Alter und Gesundheitszustand berechnet. Welcher Anbieter gute Leistungen bei stabilem Beitrag bereit hält, ist bei knapp 50 privaten Krankenversicheurngen mit mehreren Tausend Tarifangeboten nicht leicht zu überschauen.

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